Strahlung wird in Modellen durch separate Simulationen, sogenannte Strahlungstransportmodelle behandelt. Dies läuft in folgenden Schritten ab, gegebenenfalls ist das Vorgehen in der konkreten Implementierung leicht modifiziert:
Zunächst werden die Dichten der Komponenten der Luft an das Strahlungsmodell übermittelt.
Anschließend werden mittels dieser Dichten und tabellierter Spektren der Stoffe Strahlungseigenschaften der Materie berechnet.
Nun wird durch Lösen der Strahlungsübertragungsgleichung die spektrale Strahlungsflussdichte $S_{i}^{(j)}$ in $N_S\geq 1$ Intervallen berechnet.
Durch spektrale Integration der Konvergenz der Strahlungsflussdichte werden Wärmeleistungsdichten ermittelt, die an den dynamischen Kern zurückübermittelt werden. Hieraus gehen Heizraten hervor.
Da das Lösen der Strahlungsübertragungsgleichung zu einem globalen linearen Gleichungssystem führen würde, unterteilt man die Atmosphäre hierzu in nicht wechselwirkende Säulen ein, die mindestens so eine horizontale Ausdehnung haben, wie eine Gitterzelle.
Nachdem die vertikalen Strahlungsflussdichten $S_i^{(j)}$ für jedes spektrale Intervall $j$ an jeder Grenzfläche $i$ vorliegen, kann man zunächst die Strahlungsflussdichte über alle Intervalle summieren:
\[ \begin{align} S_i\coloneqq\sum_{j=1}^{N_S}S_{i}^{(j)} \end{align} \]
Die Wärmeleistungsdichte $q_i^{(V)}$ lässt sich daraus mittels der Kontinuitätsgleichung ableiten:
\[ \begin{align} q_i^{(V)} = S_{i+1} - S_i \end{align} \]
Diese Leistungsdichte muss dann in die Temperaturgleichung des Modells eingesetzt werden.